Hummelhotels selber bauen mit Bauanleitung

Hummelhotel Bewohner sind sehr friedfertige Wildbienen 

Aufgrund ihrer rundlichen Körperform und ihres Pelzes ist sie die kälteunempfindlichste unter den Bienen. Die Hummelköniginnen sind schon ab Februar  auf den ersten Blüten zu sehen. Sie suchen eine geeignete Nisthöhle, wo sie mit dem Nestbau aus Wachs und Pflanzenteilen beginnen können. Die jungen Königinnen sind bereits im Herbst geschlüpft und haben nach der Begattung in einem Versteck überwintert, um nun ein neues Hummelvolk zu gründen.

Insektenhotel für Hummeln

    

Hummeln finden immer weniger Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten. Das Hummelhaus bietet eine gute Möglichkeit. Die Insekten suchen die Höhlen am Boden, dort sollte es auch platziert werden. Morgensonne ist erwünscht aber nicht den ganzen Tag über. Die zweite Kammer mit etwas Wolle, Moos, Holzspäne oder trockenes Gras befüllen. 



Hummeln sind bedeutende Bestäuber

Klee, Lupinen, Wicken, Erbsen und Bohnen werden großenteils von Hummeln bestäubt. An kalten Frühlingstagen trägt der Hummelflug einen wesentlichen Teil zur Bestäubung der Obstblüten bei. Hummeln haben daher wirtschaftliche Bedeutung für Futterpflanzen und Obstbäume und werden sogar in Glashäuser eingebracht.

Hummeln besuchen an einem Tag bis zu 1.000 Blüten. Je nach Spezialisierung sind ihre Rüssel unterschiedlich lang: Manche von ihnen sind an extrem schmale, lange Blütenkelche angepasst, die Bienen nicht beernten können, und haben deshalb besonders lange Rüssel und starke Mundwerkzeuge. Die Länge eines Hummelrüssels kann bis zu drei Viertel der Körperlänge betragen.

Lebensräume für Hummeln
Asthaufen, Baumhöhlen, Gebüschsäume, Wiesen, Hohlräume zwischen Steinen. 

Wichtige Futterquellen für Hummeln 
Weiden, Obstbäume, Beerensträucher, Heckenkirsche, Berberitze, Traubenhyazinthe, Taubnessel, Kriechender Günsel, Klee, Lupine, Fetthenne, Mauerpfeffer, Küchenkräuter.

Häufige Hummelarten
Bekannte Hummelarten sind Erdhummel, Garten-, Wiesen-, Ackerhummel, Baum- und Steinhummel. Außerdem gibt es Kuckuckshummeln, die von der Brutvorsorge anderer Hummelarten profitieren und ihnen ihre Eier unterschieben.

Erdhummel
Die dunkle Erdhummel gehört zu den größten Hummelarten, sie wird ca. 26 mm groß. Ihr Körper ist schwarz mit zwei gelben Querstreifen und einer weißen Hinterleibsspitze. Andere Arten sehen ihr sehr ähnlich. Im zeitigen Frühjahr legt die Hummelköningin erste Brutkammern in Mäuselöchern oder unter Steinen an. Später erweitern die geschlüpften Arbeiterinnen das Nest bis in eineinhalb Meter Tiefe. Das Volk kann auf bis zu 500 Hummeln anwachsen. Für ihren Nestbau brauchen Erdhummeln offene oder nur wenig bewachsene, sonnige Stellen. Mit einem unterirdischen Hummelhotel kann man sie zusätzlich unterstützen. Der Aufwand dafür ist gering, der Nutzen der Insekten im Naturgarten hingegen groß.

Baumhummel
Die Baumhummel wird 8-18 mm groß, die Königin bis 20 mm. Sie hat meist einen orangebraunen Brustkorb, einen schwarzen Hinterleib und eine weiße Hinterleibsspitze. Sie baut ihre kugelige Nestanlage in Baumhöhlen, in Felsspalten, auf Dachböden, in Schuppen und in Nistkästen. Ein Volk kann bis zu 400 Hummeln umfassen.


Bauanleitung für ein unterirdisches Hummelhotel


Material für das unterirdische Hummelhotel


1 Blumentopf mit einem 1,5-2 cm großen Loch in der Mitte (evtl. mit einer Eisenfeile vergrößern)
1 Steinplatte passender Größe
Größere flache Steine oder Dachziegel
Moos, Holzspäne oder trockenes Gras zum Befüllen

Bauanleitung für das unterirdische Hummelhotel

1.) Entsprechend großes Loch in der Erde groben, zuunterst auf guten Wasserabfluss achten.
2.) Als Boden eine Steinplatte auflegen, auch als Schutz vor Wühlmäusen.
3.) Topf zur Hälfte mit dem Füllmaterial anfüllen und umgedreht auf die Platte stellen.
4.) Bis zum Rand eingraben.
5.) Ein Dach aus Steinen oder Dachziegeln bilden, sodass die Hummeln noch zufliegen können und kein Wasser von oben eindringen kann

Lage des unterirdischen Hummelhotels
Bei unterirdischen Hotels muss man sehr aufpassen, dass es zu keiner Staunässe kommt. Am besten legt man unterhalb des Topfes eine Dränage aus durchlässigem Material an. Im Gelände wird das Hotel eher oben am Hang eingegraben, damit das Wasser immer gut abrinnen kann.

Bauanleitung für ein oberirdisches Hummelhotel

Material für das oberirdische Hummelhotel

Sägeraues Fichten- oder Kiefernholz, 2 cm stark:
1 Brett 40 x 36 cm für den Boden
1 Brett 42 x 46 cm für das Dach
1 Brett 24 x 36 cm für die Vorderwand
1 Brett 22 x 36 cm für die Hinterwand
2 Bretter 32 x 22-24 cm (abgeschrägt) für die Seitenwände
2 Leisten ca. 2 x 1 cm und 30 cm lang
Schrauben und Nägel
Dachpappe oder Schilfmatte
Moos, Holzspäne oder Einstreu zum Befüllen

Bauanleitung für das oberirdische Hummelhotel

1.) Einflugloch mit einem Durchmesser von 1,5-2 cm in die Vorderwand bohren
2.) Seitenwände laut Skizze zuschneiden
3.) Wände an das Bodenbrett schrauben und miteinander verbinden
4.) Das Dach soll abnehmbar sein und darf nicht festgeschraubt werden, damit das Hotel jederzeit ausgeleert und neu befüllt werden kann. Damit es nicht verrutscht, werden zwei Leisten auf der Unterseite des Dachbretts jeweils parallel 5 cm vom Rand entfernt angeschraubt.
5.) Dachpappe oder Schilf am Dach befestigen.
6.) Füllmaterial einbringen.

Tipp: Das Hummelhaus im Winter reinigen und bis Anfang Februar neu befüllen.

Lage des oberirdischen Hummelhotels
Die oberirdischen Nistkästen sind für Baumhummeln, aber auch für Acker-, Garten- und Steinhummeln geeignet. Sie können leichter gewartet werden als unterirdische Hotels. Das Hummelhotel wird mit dem Einflugloch Richtung Osten an einem sonnigen, möglichst trockenen Ort aufgestellt

    

Mit dem Schwegler Hummelkasten bzw. mit dem Schwegler Hummelhaus schützen sie die stark gefährdeten Hummeln und leisten einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz!