Marienkäferhaus selber bauen mit Bauanleitung

Marienkäfer sind sehr fleißige Schädlingsvernichter

Die kleinen Käfer mit ihrer halbkugelig ovalen Körperform und den charakteristischen Punkten sind weltweit verbreitet und werden 1,3-9 mm groß.

Viele Farben
Ihre Körperfarbe kann von Hellbeige über Gelb, Orange, alle Brauntöne, Rosa, Rot bis zu Schwarz variieren. Die häufigsten Vertreter der Marienkäfer haben rote, gelbe, schwarze oder braune Flügel. Kopf, Bauch und Beine sind meist schwarz, seltener braun oder rot. Die in Österreich und Deutschland bekannteste Art, der Siebenpunkt-Marienkäfer, hat leuchtend rote Deckflügel mit sieben symmetrisch angeordneten schwarzen Punkten. Die rote Farbe kommt unter anderem von dem Farbstoff Lycopin, der auch die Tomaten rot färbt.

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Marienkäfer sind fleißige Blattlausvernichter

Marienkäfer sind sehr fleißige Blattlausvertilger und haben außerdem Schildläuse, Milben, Wanzen und Larven auf ihrem Speiseplan. Ein Marienkäfer frisst bis zu 50 Blattläuse pro Tag (eine Marienkäferlarve während ihrer Entwicklung bis zu 3.000 Stück!) und mehrere Tausend während seines ganzen Lebens!

Es ist wichtig, dass die Marienkäfer im Frühjahr genügend Blattläuse vorfinden. Dann können sie sich satt fressen und ihre Eier gleich in der Nähe der Futterquelle ablegen. Wenn die Larven schlüpfen, brauchen sie für ihre Entwicklung eine große Menge an Blattläusen. Werden diese im Garten immer gleich entfernt, müssen die Larven verhungern. Bei einem stärkeren Blattlausbefall auf Zier- und Nutzpflanzen fehlen dann später die Nützlinge, um die Schädlinge im Zaum zu halten.

Lebenszyklus
Die hellgelben Eier der Marienkäfer sind sehr klein (0,5-2 mm). Die Weibchen legen sie Ende April bis Anfang Mai meist an der Unterseite von Blättern ab. Nach fünf bis acht Tagen schlüpfen die Larven.

Tipp: Lassen Sie Blattläuse leben! Sie sichern den Larven damit ihre Futterquelle – die Käfer halten später Ihre Zierpflanzen blattlausfrei.

Zwei Generationen Marienkäfer
Die Entwicklungsdauer ist abhängig von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit. In Mitteleuropa vermehren sich die Marienkäfer zweimal pro Jahr, die zweite Generation schlüpft von Juli bis August.

Überwinterung
Die Käfer überwintern meist in Bodennähe in kleinen Gruppen unter Steinen, Rinde oder Laub, in Moos oder im Gras. Sie suchen auch in Doppelfenstern Schutz. Wenn es jedoch im Winter zu warm wird, wachsen sie auf. Da sie dabei Energie verbrauchen und kein Futter finden, verhungern sie.

Bauanleitung für ein Marienkäferhaus

Material für ein Marienkäferhaus

Sägeraues Fichten- oder Kiefernholz, 2 cm stark:

1 Brett 23 x 10 cm für den Boden
2 Bretter 10 x 22 cm für die Seitenwände
1 Brett 23 x 32 cm für die Rückwand
2 Bretter 23 x 20 cm und 23 x 12 cm für die Vorderwand
2 Bretter 18 x 18 cm für das Dach
Schrauben oder Nägel
Scharniere und Haken für die Klappe
Dachpappe oder Schilfmatte für das Dach
Winkel oder Leiste zur Montage an der Wand
Stroh zum Befüllen

Bauaunleitung für das Marienkäferhaus

1.) Schlitze 1-1,5 cm in die Seitenwände sägen (siehe Zeichnung)
2.) Seitenwände an das Bodenbrett schrauben oder nageln
3.) Rückwand laut Skizze zuschneiden und montieren
4.) Vorderwandteile laut Skizze zuschneiden und mit Scharnieren befestigen
5.) Dachbretter in der Mitte anschrägen und so befestigen, dass sie auf der Vorder- und Rückwand aufliegen
6.) Dachpappe oder Schilf am Dach befestigen
7.) Stroh einfüllen

Lage für das Marienkäferhaus
Das Marienkäferquartier wird an einem geschützten, sonnigen Platz aufgestellt, am besten in der Nähe von Pflanzen, die gern von Blattläusen befallen werden (Holunder, Jasmin, Schneeball, Rosen).