Igelhaus selber bauen mit Bauanleitung

Mit einem Igelhaus zieht Leben in Ihren Garten ein!

Der Igelhaus Bewohnerl ist ein Wald- und Waldrandbewohner, der sich häufig in Parks und Gärten mit ausreichendem Baumbestand und dichtem Heckenbestand aufhält! Tagsüber schläft er in seinem Nest im Unterwuchs von Büschen oder zwischen Steinen und Baumstümpfen, das er mit Laub und Gras ausgepolstert hat. Der Igel wird 20-30 cm groß, sein Rücken ist mit braun-weißen gebänderten Stacheln bedeckt, die eine Umbildung des Fells darstellen. Kopf und Unterseite sind rau behaart. 

Droht Gefahr, rollt sich der Igel zu einer Kugel zusammen und spannt die Rückenhaut an, sodass nach außen nur noch seine Stacheln in die Höhe stehen und der Feind keine Angriffsmöglichkeit hat. Der Igel durchstreift große Reviere, manche Arten legen regelrechte Trampelpfade im Unterholz an, um schneller vorwärtszukommen.

Igel sind nachaktive Jäger

Der Igel kommt in der Dämmerung aus seinem Igelhaus hervor und macht sich auf die Suche nach Insekten, Würmern und Schnecken. Mit seinen spitzen Zähnen knackt er selbst die härtesten Käferpanzer. Auch junge Mäuse, Frösche, Schlangen, Eier und Jungvögel aus Vogelnestern sind nicht vor ihm sicher. Dazu schmecken ihm Obst und Beeren.

Igel sind unnahbare Einzelgänger

Außerhalb der Fortpflanzungszeit leben Igel als Einzelgänger und sind Artgenossen gegenüber nicht selten aggressiv. Das Igelweibchen bringt im Sommer vier bis sieben Junge zur Welt, die bei der Geburt noch blind und taub sind. Die Stacheln der Nesthocker sind zuerst noch weiß und weich und liegen unter der Rückenhaut verborgen. Die Mutter säugt sie circa vier Wochen, nach sechs bis acht Wochen sind sie bereits selbstständig. Den Winter verschlafen Igel unter dichten Laub- und Reisighaufen oder in einer aufgestellten Igelkuppel – einem sehr langlebigen Ingelhaus aus atmungsaktivem Holzbeton.

    

Insektenfressende Verwandte des Igels

Neben dem Igel gibt es zwei weitere Familien innerhalb der Insektenfresser, die nützliche Gartenfreunde und näher mit dem Igel verwandt sind.

Maulwürfe leben als Einzelgänger in unterirdischen Gängen, die sie mit ihren zu Grabschaufeln umgebildeten Vorderarmen graben. Die nützlichen Gartenhelfer ernähern sich von Engerlingen, Drahtwürmern und Schnecken. 

Spitzmäuse haben mit Feld- oder Hausmäusen, die zu den Nagetieren gehören, außer ihrem Körperbau nichts gemein. Sie haben ein scharfes Gebiss und stöbern mit ihrer sehr beweglichen Schnauze und ihren langen, beweglichen Barthaaren Engerlinge, Maulwurfsgrillen, Drahtwürmer und Schnecken auf.

Bauanleitung für ein Igelhaus zum selber bauen

Material

Sägeraues Fichten- oder Kiefernholz, 2 cm stark
1 Brett 40 x 40 cm für das Dach
1 Brett 30 x 35 cm für die Vorderwand
1 Brett 35 x 25 cm für die Rückwand
3 Bretter 26 x 25-30 cm (abgeschrägt) für die Seitenwände und für die Mittelwand
Schrauben und Nägel
Dachpappe oder Schilfmatte für das Dach
Stroh, Laub und Heu zum Befüllen

Bauanleitung für das Igelhaus

1.) Vorderwand und Mittelwand: Eingang, 12 cm breit und 10 cm hoch, für eine untere Ecke ausschneiden
2.) Außenwände miteinander verbinden
3.) Mittelwand laut Skizze einsetzen und anschrauben
4.) Dach mittig aufsetzen und anschrauben
5.) Dachpappe oder Schilf am Dach befestigen
6.) Füllmaterial einbringen

Lage des Igelhauses:
Das Igelhaus wird geschützt vor Wind und Wetter aufgestellt. Direkt vor dem Eingang sollte keine Wiese sein, da diese nachts meist feucht ist. Versteckt zwischen Laub unter Büschen ist es ein sicheres, trockenes Quartier, das die Igel Sommer wie Winter nutzen.